Prisas zweite Rettung

fast 3 Wochen nach ihrer ersten Rettung, Oktober 2012

 Eigentlich sollte man ja meinen, dass die tapfere Barsoimixmaus Prisa nun in aller Ruhe und bestens versorgt auf ihre nächste OP warten müßte. Schliesslich hatte sie die schwere Blasenoperation ohne große Komplikationen überstanden und war scheinbar auf dem bestem Weg der Genesung. Ihr gebrochenes Bein war eine weitere chirurgische Herausforderung und mußte aber noch warten. Was dann passierte, können und wollen wir vor Wut und Ärger eigentlich gar nicht wiederholen. Doch um unsere Beweggründe verstehen zu können, wollen wir auch dieses Kapitel aus dem Leben der kleinen Windhündin erzählen.

 

Prisa war aus Sicherheitsgründen in eine private Pflegestelle gebracht wurden, die den Auftrag hatte, Prisa bestens zu versorgen, damit sie sich von der schweren Blasenop erholen kann und fit für die Beinoperation zu machen.

Leider aber handelte ihre Pflegemama ausgesprochen fahrlässig und verantwortungslos und setzte dadurch das Leben der so tapferen Hündin ein weiteres Mal auf`s Spiel.

Warum sie Prisa aus dem Auto auslud, ist allen schleierhaft, zumal die Hündin mit dem gebrochenen Bein sich schonen sollte. Gegen die Anweisung führte sie Prisa an einem locker sitzenden Geschirr, ohne zusätzliche Sicherung per Halsband und ließ Prisa aus dem Auto aussteigen. Als Krönung meinte sie zugleich sich nicht auf den Hund konzentrieren zu müssen, sondern telefonierte . Prisa schlüpfte aus dem Geschirr und trat mit dem gebrochenen, noch unoperierten Bein die Flucht über die nahe Autobahn an.

Schnellstens folgten ihr 20 engagierte Helfer, die ebenso furchtlos wie Prisa die lebensgefährlichen 8 Spuren der Autobahn überquerten und versuchten Prisa zu fangen. Sie alle wussten, dass Prisa gerade erst eine gefährliche OP wegen innerer Verletzungen überstanden hatte. Ein Wunder, dass bei dieser Aktion auf der stark befahrenen Autobahn weder Prisa noch die Helfer verunglückten.

Die Tierrettung wurde informiert, die Polizei sperrte die stark befahrene Autobahn komplett, damit kein weiteres Unglück geschehen würde.

 

 

8 !! Stunden Suche - und noch keine Spur von Prisa, nur eine Ahnung davon, wo  sie sich in etwa aufhielt. Wie das die arme Hündin durchhielt mit ihrem gebrochenen Bein und so kurz nach ihrer schweren Blasenoperation ist allen ein Rätsel.

Es war schon dunkel als man sie endlich neben der Autobahn erschöpft in ein Gebüsch kriechen sah.

Ein riesiges Netz wurde organisiert, um Prisa damit einzukreisen.

 

So gelang es, die schwer verletzte Hündin mit dem gebrochenen Bein einzufangen. Prisa war völlig am Ende ihrer Kräfte.

 

Prisa soll nun so bald wie möglich an der Beinfraktur operiert werden. Mit den bisherigen Kosten für Prisas OP stehen die Tierretter bereits jetzt mit über 700 Euro Tierklinikkosten in der Kreide. Weitere Kosten fallen an.  Soll die Hündin, die soviel Glück im Unglück hatte, nun keine zweite OP mehr bekommen? Sollte es wirklich daran scheitern?

Wir haben Prisa übernommen, ein solch tapferer Hund soll leben dürfen.

Prisa wird die zweite OP bei uns bekommen.

Der Termin steht bereits fest.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    

 

 

 

 

 

 

 

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