Aus  PRISA wird LIZA

 Endlich war es soweit und die tapfere Windhündin war transportfähig. Ein Kliniktermin beim Spezialisten war bereits vereinbart. Die Röntgenbilder hatten wir ihm schon gezeigt, so wurde auch eine sofortige OP, nach erneuter Diagnosestellung geplant.

Wir konnten es kaum erwarten und waren heilfroh als alles endlich organisiert war. Ein großes Dankeschön an alle fleißigen Helfer, ganz besonders an die nimmermüden Fahrer Tobi und Undine, die Prisa den Transport in ein neues Leben ermöglichten - es ist schön zu wissen, dass wir auf Euch zählen können!

 ..und dann war sie endlich da: eine zitternde ängstliche kleine Barsoimixhündin, die sich in die hinterste Ecke ihres Transportkäfigs verkrochen hatte und nicht wußte, wie ihr geschah. Am liebsten wäre sie wohl im Erdboden verschwunden.

Sibylle hatte Prisa ein warmes Mäntelchen geschenkt , damit sie schön warm gehalten werden kann und ihre operierte Blase nicht verkühlt - DANKE!

Die tapfere Hündin, die bereits zweimal dem Tod von der Schippe gesprungen war, sollte nun ihr neues Leben bei uns beginnen. Sie soll alle Zeit der Welt bekommen, die sie benötigt, wieder ein fröhlicher Windhund zu werden. Da passt der Name "Prisa" (Eile / Hast ) nicht mehr.

So wurde aus PRISA LIZA.

 

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Liza sieht zwar vom Ernährungszustand und vom Fell her prima aus, aber der psychische und physische Zustand der Hündin ist erschreckend. Sie hat große Schmerzen, ist - vermutlich durch den zweiten Autobahnausflug, bei dem sich sicherlich noch mehr verschoben hat, und den vorangegangenen Unfall - psychisch traumatisiert und das Beinchen sieht schlimm aus. Viel zu lange hat es gedauert bis die Hündin zu uns kam. Inzwischen fängt der Bruch an zu heilen, aber dadurch, dass die Knochen völlig verschoben sind, heilt natürlich alles falsch zusammen. Man kann nur hoffen, dass das Beinchen überhaupt gerettet werden kann, denn es ist durch den Bruch stark verkürzt und auch die Pfote sieht dramatisch aus.

Obwohl sie sicher großen Hunger hatte und wohl noch mehr Durst, fraß und trank Liza nichts. Dabei sollte sie ja auch ihre Tabletten nehmen, doch auch Leckerchen beachtete sie überhaupt nicht. Also leider Zwangseingabe der Medikamente.

So sollte sich Liza erst einmal entleeren, ihre operierte Blase mußte dringend "trainiert" werden, das hieß viel trinken, viel pullern. Aber auch das wurde zum Problem:

 

Über 36 Stunden war Liza nicht in der Lage sich zu lösen. Eine sehr gefährliche Situation, denn wird die gerade operierte Blase nicht entleert, kommt es früher oder später zur Niereninsuffiezienz und die führt fast immer zum Tod des Tieres. Sollten wir sie katheterisieren müssen?

Nicht nur Liza war erleichtert, als sie sich endlich hinhockte! Nun wurde uns auch klar, warum sie sich nicht lösen wollte. Sie mußte sich beim Hocken ja mit ihrem Gewicht auch auf das linke gebrochene Sprunggelenk stützen. (siehe Foto) Manche Hündinnen pullern dann halb im Stehen, Liza konnte das nicht. Können Sie sich die Schmerzen vorstellen, die die arme Maus dabei erleidet? Es mußte dringend was passieren!

Endlich trank sie danach auch - lauwarmer Fencheltee bewog sie dazu.

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