Nadea - eigentlich könnte alles gut sein........

 

Es ist Ende Mai und wir haben in den letzten 4 Monaten ganz fleißig mit Nadea geübt.

Die Süße hat gut zugenommen und ihre Wunden und Narben sind verheilt. Das Fell ist nachgewachsen und Nadea hat sich zu einer fröhlichen selbstbewußten Junghündin entwickelt, die alle Menschen liebt und jeden schnell um`s Pfötchen wickelt . Etwa ein Jahr dürfte sie inzwischen sein.

Ganz wichtig war es, ihre Muskeln des Hinterbeins zu kräftigen, damit sie nach der Amputation auch auf drei Beinen ein richtiges Windhundleben führen kann.

So bekam sie Physiotherapie, durfte 2x in der Woche auf`s Unterwasserlaufband und wurde häufiger zum Rennen und Toben animiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So nach und nach entwickelte sich ihre Muskulatur und eigentlich könnte alles gut sein.

Aber....

Nadea war nach dem Abfaulen ihres Beines ja in einer Notoperation vor einer Blutvergiftung bewahrt wurden. Damit wurde der Hündin zwar das Leben gerettet, aber die Art der Amputation brachte für sie erhebliche Einschränkungen mit sich, die sich, wie wir nun feststellen mußten, leider auch durch den Muskelaufbau nicht verbesserten.

Man hatte Nadea direkt im Kniegelenk das Bein abgetrennt und über den Knochen die bloße Haut gezogen. Jetzt ist der Stumpf einfach zu lang und Nadea stößt sich ständig daran und verletzt sich die Haut.

Stellen Sie sich vor, Sie stoßen sich den Ellenbogen...-  ein Schmerz, der durch und durch geht.

So etwa wird es Nadea gehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So ist Nadea also ständig bemüht, den Stumpf zu schützen und liegt viel, spielt sogar im Liegen oder winkelt beim Laufen das verletzte Bein einfach stark an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Nadea hat solche Angst sich zu verletzen, daß sie es im Kopf nicht "klar bekommt", nur den Stumpf anzuwinkeln und das vorhandene Hinterbein zu strecken. Sie läuft deshalb immer mit nach vorn gestrecktem Stumpf und angewinkeltem, nach außen gedrehtem Bein und stark gewölbten Rücken...ein Watschelgang wie eine Ente, der enorm viel Kraft kostet und auf Dauer Schäden des Wirbelbereiches und der Bandscheiben nach sich zieht ....

Es ist schlimm sie so zu sehen......

 

Da ihr auch der Muskelaufbau keine Erleichterung beim Laufen brachte, sondern es einfach die Angst vor Verletzung des Stumpfes ist, haben wir in Absprache mit unserem TA entschieden, Nadea noch einmal zu operieren, den Stumpf ein Stück zu kürzen und über den Knochen Muskulatur als Polsterung zu fixieren, wie es damals schon bei Liza gemacht wurde. Liza konnte schon 2 Wochen nach der Amputation wieder Treppen laufen und führt ein (fast) normales Windhundleben.

Wir möchten, dass auch Nadea unbeschwert laufen und spielen können wird, denn der jetzige Zustand ist auf Dauer nicht lebenswert für die tapfere kleine Maus.

Durch Vernachlässigung und menschliche Ignoranz verlor sie fast ihr Leben.

Bitte helfen Sie uns jetzt, Nadea wieder auf die Pfötchen zu bringen. Sie ist doch erst ein Jahr und hat noch ihr ganzes Leben vor sich. 


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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