Es gibt Hunde in unserer Obhut, die in ihrem bisherigen Leben viel Schlimmes erfahren mußten. Die meisten haben die Fähigkeit ,ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, wenn sie sich in ihren Familien geborgen fühlen und eine artgerechtes Hundeleben führen können. Sie lernen regelmäßige Futterzeiten und Spaziergänge kennen, auch das erste Mal Gras unter den Pfötchen spüren, Streicheleinheiten und Liebe und Geborgenheit kennen. Spielen dürfen ......Wieviele 5-6 jährige Hunde hatten wir schon, die Spielen erst einmal lernen mußten und es dann selbst nicht glauben konnten und immer wieder verharrten, als ob sie überlegten, "bin ich das wirklich" ? Sie alle sind sehr schnell glückliche Hunde geworden und das dank ihrer Pflegefamilien und letztendlich auch dank ihrer Adoptivfamilien, bei denen die Hunde zu einem Familienmitglied werden.
....und manchmal gibt es auch unsere Sorgenfelle, die aus welchem Grund auch immer, einfach viel mehr Zeit, viel mehr Geduld und Aufmerksamkeit und auch viel mehr Geld benötigen, damit auch sie endlich ihre eigenen Familien finden können. Wir möchten von den besonderen Schicksalen dieser Tiere erzählen und gleichzeitig auch die besonderen Menschen für sie finden, die ihnen ein eigenes Zuhause geben möchten.
Diese ganz besonderen Hunde stellen wir Ihnen unter der Rubrik Sorgenfelle vor.
8 kg wog Bones, als sie von einer Frau in die Tierklinik gebracht wurde , dem Tod näher als dem Leben.
Man hatte die Hündin an einem Holzpflock angebunden, damit sie verhungert. Auch eine Art, sich der überdrüssigen Tiere zu entledigen.....
Sehr lange wird die Hündin dort angebunden gewesen sein, nicht nur ohne Futter und ohne Wasser, sondern auch dem Regen und der heißen Sonne des Südens im Hochsommer schutzlos ausgeliefert. Eine Hündin in Bones`Größe hat normaler Weise ein Gewicht von ca. 25 kg. 8 kg wog Bones als sie gefunden wurde, der schmächtige Körper von vielen Wunden gekennzeichnet. Auf den Beinen halten konnte sie sich nicht mehr und ob sie überhaupt überlebt, war lange Zeit fraglich.
Doch Bones kämpfte. Hoffnung war in ihren Augen und Lebensmut. Und jeder Tag, den sie überlebte, brachte sie einem neuen Leben näher. Unzählige Infusionen, Welpenaufbaunahrung in kleinsten Portionen, verteilt über den Tag taten ihr gut. Der Verdauungstrakt mußte langsam an Nahrung gewöhnt werden.... In ihrer Pflegestelle genoß sie das Behandeln ihrer vielen Hautwunden, das Eincremen der ausgetrockneten Haut ,das Massieren, um den Kreislauf anzuregen. Nie im Leben war sie gestreichelt worden.....
Bones ausgezehrter Körper
Auf wackeligen Beinen wagte sie einen ersten Ausflug in den Garten. Ganz langsam nahm sie zu und mit jedem neuen Kilo ging es ihr besser. Sie liebte es in der Sonne zu liegen und ihren Hundefreunden beim Spielen zu zusehen.
`...und Bones erholte sich. Wochen hat es gedauert, aber aus dem ausgemergelten ,geschundenen Körper hat sich ganz langsam eine wunderschöne Windhündin entwickelt.....
Das ist Bones heute.
Ihre Pflegemama hat eine tolle Arbeit geleistet.
Die körperlichen Wunden sind geheilt. Ob die Verletzungen der kleinen Hundeseele auch irgendwann verheilen, wer kann das sagen....doch wollen wir versuchen, für die tapfere Maus ein passendes Zuhause zu finden. Menschen, die mit Gefühl, Liebe und Einfühlungsvermögen auf die Kleine eingehen wollen und sie auf dem Weg zurück ins Leben begleiten wollen.
Bones ist vorsichtig im Umgang mit Menschen, doch sie lernt zu vertrauen. Ein ruhiger Platz, ohne kleine Kinder, kein Trubel oder Hektik, eher ländlich gelegen , vielleicht mit einem Hundefreund (kein Muß) - das wäre gut für die Kleine. Hände, die sie streicheln und füttern , ein weiches Körbchen oder ein Platz auf dem Sofa- das wünschen wir uns für Bones. Einfach Menschen, die ein klein Wenig an der Hündin wieder gutmachen möchten, was andere ihr angetan haben....
Noch ziemlich gezeichnet von den letzten Wochen erholt sich Pixel langsam und wird sich sicherlich zu einer wunderschönen Hündin entwickeln. Wahrscheinlich hat sie als Gebärmaschine ihr Leben fristen müssen bis sie keine Verwendung mehr fand. Sie ist etwa 5 Jahre +/- und eher groß .
Trotz ihrer Vergangenheit ist Pixel guter Dinge und eine ganz freundliche offene Hündin und freut sich über jede Aufmerksamkeit ihrer Menschen. Sie geniest die Sicherheit und Geborgenheit, hat kaum jagdliche Ambitionen, klettert NICHT über Zäune, wie das ja viele Podencos tun, findet auch Autofahren ganz in Ordnung und hat auch keinerlei Probleme mit großen und kleinen Artgenossen. Ob sie auch mit Katzen leben könnte, werden wir noch herausfinden. Erst soll sie mal Zeit haben, sich zu erholen.
Auch im Haus verhält sie sich mustergültig , hat sie doch die Annehmlichkeiten wie z.B. ein Sofa schätzen gelernt. Sie ist eine eher ruhige, ausgeglichene Hündin, die in ein ruhigeres Zuhause passt , könnte evtl. sogar mit ins Büro gehen, wenn es dort eine weiche Schlafmöglichkeit gibt. Pixel rollt sich dann nach Windhundart ein und wartet bis sie gerufen wird. Viel Action und Trubel sollte sie nicht um sich herum haben, lieber ausgedehnte Spaziergänge mit ihren Menschen, ein warmes Plätzchen und ganz viel Zeit für Kuschelstunden. Sie ist natürlich auch schon stubenrein und gut leinenführig.
Kurz:
Ein toller ausgeglichener Hund für ruhigere Menschen - ein Hund zum Liebhaben und "Vielschmusen".
Ihre Pflegemama sagt: "Dieser Hund ist ein Sechser im Lotto"
Was sollen wir da noch hinzufügen?
Wer Pixel eine Freude machen möchte, der gebe ihr ein Plüschtier. Pixel ist nämlich keine Jägerin, wie man aufgrund ihrer Rasse eigentlich vermuten müßte, sondern eher ein Sammler. Da hat sie was mit ihrer Pflegemama gemeinsam- beide sammeln Plüschtiere :-))))
Nun ist Pixel also zum Sorgenfell geworden.
Sie bekam mehrere Knötchen an der Gesäugeleiste, die nun erst einmal entfernt werden müssen. Doch damit nicht genug, es könnte sein, dass später noch die Knie operiert werden müssen, denn eine beidseitige Patellaluxation wurde vom Haustierarzt auch festgestellt. Das lassen wir aber noch in einer Fachklinik abklären.
Trotz aller Wehwehchen geniest Pixel ihr neues Leben. Schmusen und Kuscheln ist für sie das Allergrößte. ...und das bekommt sie natürlich in hohen Dosen mehrmals täglich.
Nun brauchen wir also viele kräftig gedrückte Daumen, dass auch Pixel wieder auf die Pfoten kommt und alles gut übersteht.