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FONTANA - Die vergessene Hündin



So sah ich im Juni 2005 aus und Bea suchte händeringend ein Päppelplätzchen für mich, da ich fast aufgegeben hatte. Zu der Zeit war es nicht klar, ob ich überhaupt überleben werde und wenn ja, wie lange meine Zeit hier auf Erden sein würde.

Meine Mama sah mich und sagte sofort zu der Tierschutzorganisation hier in Deutschland, dass ich auf jeden Fall und mit allen Konsequenzen zu ihr kommen dürfe.

Mein Reisetermin stand fest, doch ich war noch nicht stabil genug für die weite Reise und so sagte Beatriz schweren Herzens den Reisetermin bei der Tierschutzorganisation ab. Sie würde mich aber so bald als möglich und so wie mein Gesundheitszustand es erlauben würde, reisen lassen.

Bei Tierschutzorganisationen arbeiten Menschen und wie es so bei Menschen ist, sie streiten. Schliesslich teilte die deutsche Orga Beatriz in Madrid mit, dass sie mich nicht mehr übernehmen würden.

..Für mich hiess das: eigentlich keine Chance mehr…..

Meine Mama KONNTE und WOLLTE mich nicht vergessen und im Stich lassen. Sie wusste, dass ich im Tierheim keine Überlebenschance hatte. Es ist bei so vielen Tieren einfach unmöglich, Hunde wie mich wieder auf die Pfoten zu bringen. Die Zeit für aufwändige intensive Pflege ist einfach nicht da.

So bekam ich später über die „Initiative Ein-Herz-fuer-Windhunde“ die Chance, doch noch zu meiner  Pflegemama zu reisen, als ich fit genug dafür war.  



Mensch, ich hatte das erste Mal Gras unter den Pfoten, einen riesigen Garten zum schnüffeln.



Heuballen zum wälzen, von dort oben hat man einen guten Überblick.



Immer weiche Kissen, auf denen ich mich ausruhen kann.



Hier gibt es immer was Neues zu entdecken ……



…….und so wuchsen langsam meine Lebensgeister wieder. Meine Seele kam zur Ruhe und mein Körper konnte sich ein bisschen erholen.

Ich bin immer noch sehr krank, viele meiner Organe möchten nun nicht mehr so arbeiten, wie sie sollten und ich bin auch ein großer Tolpatsch, da meine Knochen auch nicht immer mehr so möchten wie ich will. Trotzdem kann ich das erste Mal im Leben fühlen, wie es ist, geborgen und behütet zu sein.



Es gibt halt immer mal wieder Rückschläge und dann werde ich von meiner Hundefreundin getröstet.


Auch meine Mama liebt mich so wie ich bin und steht mir in guten wie in schlechten Tagen immer zur Seite. Hätte sie nicht so um mich gekämpft, wäre ich längst nicht mehr am Leben.

Geborgenheit und Fürsorge - Das ist ein unbeschreiblich schönes und beruhigendes Gefühl!

 





Der Himmel muss noch auf mich warten!!!!!